Fußball

Türk Gücü Friedberg - RW Walldorf

RWW bleibt ohne Tor – 0:2-Niederlage bei Türk Gücü Friedberg

 

Die Hessenliga-Fußballer des SV Rot-Weiß Walldorf haben die Chance verpasst, sich im oberen Tabellenmittelfeld festzusetzen. Stattdessen musste die Mannschaft von Trainer Artur Lemm am Samstag eine 0:2 (0:1)-Auswärtsniederlage bei Türk Gücü Friedberg hinnehmen – der erste Auftritt in dieser Saison ohne eigenen Treffer. Walldorf bleibt damit auf Rang neun, während Friedberg durch den Sieg auf den dritten Platz klettert.

Von Beginn an traf RWW auf einen abgeklärten, emotional präsenten und spielerisch überlegenen Gegner. „Wir haben zu viele Bälle ohne Not verloren, weil wir von hinten raus zu gierig einen steilen Pass spielen wollten“, kritisierte Coach Lemm. Vor allem die fehlende Ruhe am Ball brachte die jungen Walldorfer immer wieder in Bedrängnis – ein Unterschied, der im Vergleich zum routinierten Spitzenteam aus Friedberg deutlich sichtbar wurde.

Diskussionswürdiger Platzverweis gegen Babot

Besonders ärgerlich aus Walldorfer Sicht: Eine halbe Stunde musste RWW in Unterzahl agieren. Pau Babot sah nach einem harmlosen Zweikampf 40 Meter vor dem Tor seine zweite Gelbe Karte (61.). „Die erste Gelbe war berechtigt“, sagte Lemm. „Aber die Gelb-Rote Karte war ein absoluter Witz.“ Der Trainer vermutete, dass dem Schiedsrichter die Vorbelastung Babots in dieser Szene nicht bewusst war. Trotz Unterzahl blieb RWW jedoch stabil und kassierte keinen weiteren Gegentreffer.

Friedberg nutzt Fehler eiskalt

Bereits nach einer halben Stunde ging Türk Gücü durch Kamil Yikilmaz in Führung – begünstigt durch einen Fehlpass im Walldorfer Aufbau, der zu einem Diagonalball auf den frei stehenden Torschützen führte. Kurz nach dem Seitenwechsel erhöhte Alit Usic auf 2:0 (50.).

Walldorfs Torhüter Denis Wieszolek verhinderte im Anschluss eine höhere Niederlage. Der RWW-Schlussmann zeigte mehrere starke Paraden und parierte unter anderem einen Strafstoß von Yikilmaz (56.).

Trotz einer kämpferischen Leistung bleibt die Erkenntnis: RWW hat gegen reifere Topteams noch Luft nach oben – vor allem im Passspiel und in der Ballkontrolle.


Voriger Beitrag Zurück zur Übersicht Nächster Beitrag